Der Essig und dessen Qualität

Ist Qualität bei Essig feststellbar?

Diese Frage kann klar mit "ja" beantworten werden. Ein deutliches Zeichen für schlechte Essigqualität ist der Acetongeruch (Nagellackentferner), der meist erst nach ein paar Wochen auftritt. Essigsäureethylester (riecht nach Uhu) ist ein Indiz für schlechte Gärführung. Der Essig selbst verdirbt und ist gesundheitsschädlich. Wie beim Wein lässt sich bei gutem Essig das Bukett, eine gefällige Säure und ein typisches Aroma erkennen. Einfache Tafelessige sind aus Agraralkohol hergestellt, nur Wein- oder Fruchtessige bringen neben der Säure auch das gewünschte Aroma mit.

Essig oder Zitrone?
Bei der Zubereitung von Rohkost oder Salaten greift man gerne zur Zitrone, weil man fälschlicherweise glaubt, dass die Zitrone gesünder sei als Essig. Richtig ist vielmehr, dass die Zitrone nur einen sehr geringen Beitrag zum Vitamin C Gehalt der Speise leistet. Außerdem wird die Zitronensäure vom Körper nur teilweise, Essig hingegen schnell und vollständig abgebaut, er übersäuert weder den Magen, noch werden die Harnwege belastet.

... was auch noch wissenswert ist:
Eine Mixtur aus einer hochwertigen Handcreme mit etwas Essig wirkt bei strapazierten Händen und rauer Haut Wunder. Ein Gesichtsdampfbad zur Reinigung und Straffung der Haut besteht aus 1/4 Tasse Obstessig, einer handvoll Kräuter 
z. B. Lindenblüten, Kamille, Lavendel, und ca. 1 Liter heißem Wasser. Bei Schluckauf probieren Sie ein Glas Wasser mit Essig, sollte das nicht helfen nehmen Sie einen Löffel Essig pur.

Bei ersten Anzeichen einer Erkältung empfiehlt es sich ein Glas heißes Wasser mit zwei Löffel Apfelessig und etwas Honig zu trinken. Mit Essig aufgegossene Schafgarbe soll fiebersenkende Wirkung zeigen.

Essig  enthält weder Fett noch Cholesterin und nahezu kein Natrium. 1 Esslöffel Obstessig enthält 1mg Kalzium und 1mg Phosphor.

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